#40 Lehm ist unendlich sozial

Architekturpodcast Morgenbau #40 - Lehm ist unendlich sozial
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Im Gespräch mit Architektin Anna Heringer. Sie erzählt vom Bauen mit Lehm, vom Claystorming – der intuitiven Entwurfsmethode, die sie gemeinsam mit Martin Rauch entwickelt hat – und davon, warum Lehm für sie das sozialste Material der Welt ist.

„In feuchten Lehm zu greifen, das ist ein wunderbares Gefühl und das lädt wirklich alle dazu ein mitzumachen.“

Anna Heringer

Anna Heringer ist eine deutsche Architektin und Lehmbaupionierin. Für sie ist Architektur ein Werkzeug zur Verbesserung von Leben, Nachhaltigkeit kein Kompromiss, sondern Schönheit selbst. Ihr Material ist der Lehm – sie baut damit in Bangladesch und Ghana ebenso wie in Österreich und Bayern.

Seit 2005 betreibt sie das Studio Anna Heringer in Laufen bei Salzburg; seit 2010 hält sie den UNESCO-Lehrstuhl für „Earthen Architecture, Building Cultures and Sustainable Development". 2007 erhielt sie den Aga Khan Award for Architecture, 2020 den internationalen Obel Award. 2022 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Derzeit lehrt sie als Praxisprofessorin an der Universität Liechtenstein.

Clay Storming – eine eigene Entwurfsmethode

Gemeinsam mit Martin Rauch hat Anna Heringer eine eigene Entwurfsmethode entwickelt, das Claystorming. "Es ist wie ein physisches 3D-Skizzieren mit großen Tonblöcken. Irgendwann übernehmen die Hände die Impulse direkt aus dem Bauch heraus“, sagt Anna Heringer im Gespräch.

METI-Schule in Rudrapur/Bangladesch

Anna Heringer studierte Architektur an der Kunstuniversität Linz bei Prof. Roland Gnaiger. Ihre Diplomarbeit war ein Schulgebäude aus Bambus, Stroh und Lehm, das sie im bangladeschischen Rudrapur mit Unterstützung von Eike Roswag errichtete und das nach der Fertigstellung 2005/06 rasch zu einer Ikone sozial engagierter Architektur wurde und zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Zusammenfassung des Gesprächs auf nextroom.at:

  • Anna Heringer – Lehm ist unendlich sozial